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Im Süden von Korsika befindet sich die Straße von Bonifacio, eine Meerenge, die die Insel von Sardinien trennt. Hier ist die Küste stark zerklüftet und die weißen Klippen ragen steil aus dem Meer. Zu den vielen, kleinen Buchten zwischen den verkarsteten Kalkfelsen gelangt man gut (und oft nur) mit dem Boot. Die Straße von Bonifacio ist für Segler ein Traumrevier, denn dank des Düseneffekts herrscht hier immer etwas mehr Segelwind. Empfehlenswert ist ein Abstecher zum Maddalenen-Archipel, eine fantastische Inselwelt vor der Nordküste Sardiniens. Dort befinden sich die Inseln Lavezzi, Monaci, Bruzzi und Cerbicale mit bizarren Naturformationen, unzähligen Buchten und weißen Stränden. Navigatorisch gesehen ist Korsika ein relativ leichtes Segelrevier. Untiefen und andere Gefahrenstellen haben eine ausreichende Betonnung. Die Strömungen sind normal. Der Einfluss der Gezeiten ist mit einem Tidenhub von 10 bis 30 cm eher gering und zu vernachlässigen. Allerdings können die Winde, je nach Richtung, den Wasserstand beachtlich verändern. In den Sommermonaten treten die folgenden sieben Winde oft in Erscheinung: Tramontana, Mistral (Maestrale), Grecale, Levante, Scirocco, Libeccio (Libeccu) und Ponente. Darüber hinaus gibt es die Seebrise Mezziornu und die Landbrise Terranu.