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Die seglerische Infrastruktur ist auf den Seychellen eher dürftig bis gar nicht vorhanden. Das Charter-Revier beschränkt sich auf die Inner Islands. Zu den Outer Islands gelangt man nur mit einem örtlichen, speziell ausgebildeten Skipper. In der Hauptstadt Victoria auf Mahé befinden sich die einzigen guten Marinas für den Yachtcharter bzw. das Boot mieten auf den Seychellen. Die etwa 25 sm entfernte Insel Praslin hat nur eine Charterbasis, die Marina Baie St. Anne. Der beste Ausgangspunkt für einen Segeltörn ist Mahé, denn dort gibt es die besseren Versorgungsmöglichkeiten und ein größeres Angebot an Charteryachten. Die Anreise erfolgt bequem über den nahen internationalen Flughafen. Auf den Seychellen gibt es keine ausgebaute Segel-Infrastruktur. Außerhalb der Hauptinsel gibt es kaum Einkaufsgelegenheiten, von Tankmöglichkeiten gar nicht zu reden. Dazu kommen die relativ hohen Preise, weil viele der Waren importiert werden müssen. Die Versorgung mit Proviant ist ein wichtiges Thema bei der Planung eines Segeltörns durch die Seychellen. Es gibt eine komfortable, aber nicht ganz billige Variante Lebensmittel vorzubestellen und an die Yacht liefern zu lassen. Es empfielt sich genug Vorräte zu horten und den Törnverlauf gut zu durchdenken.
Erfahrungsnachweis statt Sportbootführerschein
Auf den Seychellen benötigt man keinen Segelschein für das Chartern einer Yacht. Stattdessen ist das Ausfüllen eines Erfahrungsnachweises erforderlich. Das Navigieren setzt ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit voraus. Vor den Küsten der Inseln gibt es viele Riffe und Untiefen. Zudem ist das Revier kaum betonnt oder befeuert. Achtsamkeit und intensives Kartenstudium sind unerlässlich. Gesegelt wird auf den Seychellen ausschließlich am Tag. Bei Nacht hat man keine Möglichkeit den Hindernissen rechtzeitig ausweichen, geschweige denn einen geeigneten Liegeplatz für die Charterboote zu finden. Vor Einbruch der Dunkelheit, spätestens 18.00 Uhr sollte man daher einen sicheren Ankerplatz für die Nacht haben. Innerhalb des Segelreviers verfügen sämtliche Inseln über sichere Ankerbuchten. Feste Stege sind eher selten, aber viele der Buchten haben Mooringtonnen. Bei der Wahl des Ankerplatzes sollte man auf die Gezeiten achten, obgleich der Tidenhub nur 30 cm beträgt. Vielerorts gibt es Flachwasserzonen, die bei Ebbe gefährlich flach werden können.